Weitere Zunahme des Energieverbrauchs beim Flugverkehr

Wie das Bundesamt für Energie heute bekannt gab, ist der Endenergieverbrauch in der Schweiz 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Grund dafür ist die etwas wärmere Witterung. Zugenommen hat der Energieverbrauch jedoch bei den Treibstoffen, hauptverantwortlich dafür ist der Flugverkehr. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss die Politik in diesem Bereich zwingend griffige Massnahmen verabschieden.

Die wärmere Witterung im Vergleich zum Vorjahr führte 2018 zwar zu einem Rückgang beim Verbrauch von Brennstoffen wie Heizöl oder Erdgas. Aufhorchen lässt hingegen der erhöhte Treibstoffverbrauch (+1,4%), insbesondere der deutlich erhöhte Absatz von Flugtreibstoffen (+5,7%).

Flugverkehr unter dem Radar - Reduktion vorerst einzige Lösung

«Weil der Flugverkehr vor allem international stattfindet, fliegt er bei den Massnahmen zur Senkung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen noch immer unter dem Radar der Politik. Hier braucht es rasche Korrekturen», kommentiert Florian Brunner, SES-Projektleiter Fossile Energien & Klima die Entwicklung. Die ungebremste Zunahme bei den Flugtreibstoffen zeigt die Notwendigkeit auf, Innovationen für Alternativen voranzutreiben. Da solche derzeit allerdings nicht absehbar sind, sind Massnahmen die auf eine Reduktion des Flugverkehrs abzielen unumgänglich. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre eine wirksame Flugticketabgabe, wie sie derzeit im Rahmen der Revison des CO2-Gesetzes diskutiert wird. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung vom letzten Jahr zeigte, dass eine solche Abgabe von der Bevölkerung mehrheitlich begrüsst würde. Daneben braucht es weitere Massnahmen, zum Beispiel die Stärkung von ökologischeren Fortbewegungsmitteln wie der Bahn.

 

 

Florian Brunner

Florian Brunner
Leiter Fachbereich Klima

Tel. 044 275 21 24
Mail: florian.brunner@energiestiftung.ch
Twitter: @flo_brunn

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Weitere Zunahme des Energieverbrauchs beim Flugverkehr

Wie das Bundesamt für Energie heute bekannt gab, ist der Endenergieverbrauch in der Schweiz 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Grund dafür ist die etwas wärmere Witterung. Zugenommen hat der Energieverbrauch jedoch bei den Treibstoffen, hauptverantwortlich dafür ist der Flugverkehr. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss die Politik in diesem Bereich zwingend griffige Massnahmen verabschieden.

Die wärmere Witterung im Vergleich zum Vorjahr führte 2018 zwar zu einem Rückgang beim Verbrauch von Brennstoffen wie Heizöl oder Erdgas. Aufhorchen lässt hingegen der erhöhte Treibstoffverbrauch (+1,4%), insbesondere der deutlich erhöhte Absatz von Flugtreibstoffen (+5,7%).

Flugverkehr unter dem Radar - Reduktion vorerst einzige Lösung

«Weil der Flugverkehr vor allem international stattfindet, fliegt er bei den Massnahmen zur Senkung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen noch immer unter dem Radar der Politik. Hier braucht es rasche Korrekturen», kommentiert Florian Brunner, SES-Projektleiter Fossile Energien & Klima die Entwicklung. Die ungebremste Zunahme bei den Flugtreibstoffen zeigt die Notwendigkeit auf, Innovationen für Alternativen voranzutreiben. Da solche derzeit allerdings nicht absehbar sind, sind Massnahmen die auf eine Reduktion des Flugverkehrs abzielen unumgänglich. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre eine wirksame Flugticketabgabe, wie sie derzeit im Rahmen der Revison des CO2-Gesetzes diskutiert wird. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung vom letzten Jahr zeigte, dass eine solche Abgabe von der Bevölkerung mehrheitlich begrüsst würde. Daneben braucht es weitere Massnahmen, zum Beispiel die Stärkung von ökologischeren Fortbewegungsmitteln wie der Bahn.

 

 

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